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Dr. Cornelia Heintze
Stadtkämmerin a. D.
Politologin & Coach
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Fachübergreifende Kompetenz in Beratung und Coaching
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Über mich:
1. Was mich unterscheidet; 2. Kompetenz

Was mich unterscheidet

Was unterscheidet mich von anderen? Zunächst und vor allem: ich verfüge über eine Gleichverteilung von Begabungen. Lange unbewusst, dann gezielt, habe ich meinen Lebensentwurf so ausgerichtet, dass jede Einzelbegabung Raum und Zeit für Entfaltung erhielt. Die große Spannweite der Themen, die meine Ausbildung und meinen beruflichen Werdegang prägen ebenso wie mein künstlerisches Engagement, findet hier seine Begründung. Gleiches gilt für die Heterogenität der Themen, zu denen ich bereits publiziert habe. Aus meiner individuellen Besonderheit ist über die Jahre ein fachübergreifendes Kompetenzprofil mit einer großen Flexibilität im Denken erwachsen. Ich betrachte Themen grundsätzlich aus dem Blickwinkel verschiedener Fachgebiete; die Schlüsse, zu denen ich dabei komme, sind andere als die der reinen Fachspezialisten, deren Blick verengt und durch blinde Flecken getrübt ist.

Für meine Beratungstätigkeit erwächst aus meiner fachübergreifenden Kompetenz ein großer Vorteil: Coaching ist ein ganzheitlich, systemisch angelegter Prozess. Wer auf die Wahrnehmung von lediglich Teilsegmenten spezialisiert ist, stösst schon allein auf den Prozess bezogen schnell an Grenzen. Mangelt es zugleich am fachlichem Verständnis für das, was der Klient z.B. beruflich tut, kann der ganze Prozess schnell in eine Schieflage geraten. Ich jedenfalls halte es abweichend zur in der Coaching-Branche üblichen Auffassung nicht für irrelevant, ob der Coach sich in dem, was seine Klienten z.B. beruflich tun, auskennt oder nicht.

Ein ungewöhnlich hohes Maß an persönlicher Unabhängigkeit ist das Zweite, was mich unterscheidet. Dass ich mir ein eigenes Urteil unabhängig von Trends und Mehrheitsmeinungen erlaube und auch gegen den Strom schwimmen kann, ist belegt (z.B. durch Presseberichte). Ich habe es in meinem Leben früh eingeübt und dafür mancherlei Nachteile in Kauf genommen. Stromlinienförmig bin ich also nicht, sondern im Gegenteil eine Frau mit Ecken und Kanten, die nicht zu allererst den bequemen, sondern den Weg sucht, der langfristig tragfähig ist.

Kompetenz

Meine Kernkompetenz besteht in der Fähigkeit, mich in die Denklogik sehr unterschiedlicher Fachgebiete zu versetzen und Problemstellungen fachübergreifend zu betrachten. Gegen enge fachliche Spezialisierung stehe ich damit für fachübergreifende Kompetenz. Dies schlägt sich in meiner Ausbildung ebenso nieder wie in meinem beruflichen Werdegang und bei den Themen, zu denen ich publiziere (Veröffentlichungen nach Themen).

Aus- und Weiterbildung

1973 – 1979: Studium der Politischen Wissenschaften (FU Berlin); Abschluß als Diplom-Pol. mit einer Diplomarbeit zum Thema Arbeitszeit und Beschäftigung im Dreiländervergleich Deutschland, Frankreich und Großbritannien (summa cum laude)
Parallelstudien: Volkswirtschaftslehre, Geschichte und Soziologie.

1981 - 1987: Promotion zur Dr. rer. pol (magna cum laude) mit Schwerpunkt in den Bereichen "Bildungsökonomie, Finanz- und Kommunalwissenschaften"

1983 (Juli/August): Weiterbildung in höherer Statistik für Sozialwissenschaftler an der Universität von Essex/Großbritannien

2003 – 2004: Weiterbildung zum Coach (mit Zertifikat)

Berufliche Erfahrungen

1. Sozialer Bereich (1977 - 1981)

Altenpflege/Psychiatrie/Familienhilfe

6/1977- 4/1979 : Wochenend-Heimleitungsvertretung (Betreuungsheim für Senioren und chronisch psychisch Kranke der Dietrich Bahner KG in Berlin)

Sommer 1980: Urlaubsvertretung als Altenpflegerin o. E. in der Seniorenresidenz Dahlem

9/1980 – 7/1981: Familienhelferin (freiberuflich) beim Bezirksamt Wilmersdorf (Berlin)

2. Wissenschaft/Lehre/Erwachsenenbildung (1980 - 1986)

1980/81: Dozentin an der VHS Neukölln

WS 1980/81 - WS 1986/87: Wiss. Mitarbeiterin und Lehrbeauftragte am Fachbereich Politische Wissenschaft der FU Berlin beschäftigt. (Schwerpunkte der Lehre: Statistik und Arbeitsmarkt/Sozio-Ökonomie der Arbeit)

3. Referententätigkeit (1987 - 1993)

2/1987 - 12/1990: Fraktionsreferentin (Wirtschaft, Finanzen/Haushalt, Verkehr) von "DIE GRÜNEN im Niedersächsischen Landtag"

12/1990 – 8/1993: Referentin im Niedersächsisches Finanzministerium.

4. Tätigkeit als Politische Wahlbeamtin einer kreisfreien Stadt (1993 - 1999)

Mein Dezernatsbereich umfasste die Bereiche Finanzen, Liegenschaften/Wohnungswesen, Stadtwerke/ÖPNV/Parkhaus-GmbH sowie die Kliniken. Darüber hinaus gehörte ich dem Gründungsvorstand der Delmenhorster Heimstiftung an. Die Tätigkeit endete mit Ablauf der Wahlperiode. Eine Wiederwahl kam nicht infrage, da ein von Kienbaum erstelltes Organisationsgutachten, das die Reduktion der Dezernentenstellen von 5 auf 4 vorsah, umgesetzt wurde. Es beinhaltete organisatorische Privatisierungen (Stadtwerke) und die Bündelung der bislang auf zwei Dezernate verteilten Kompetenzen für Personal, Organisation und Finanzen beim zukünftigen eingleisigen Oberbürgermeister.

Im Rückblick auf meine Tätigkeit als Stadtkämmerin ist mir Folgendes wichtig:

  • Durch strikte Haushaltsdisziplin konnte trotz der Steuer- und Strukturschwäche der Stadt die Erwirtschaftung von Fehlbeträgen vermieden werden (ausgeglichener Haushalt).
  • Ich habe die Einführung von Kostenrechnungen/Betriebsabrechnungen konsequent vorangetrieben (Abfall, Friedhof, Musikschule...)
  • Der Anstoß zu einer Verwaltungsreform im Sinne Neuer Steuerungsmodelle ging wesentlich von mir aus. Leider erfolgte die Umsetzung pervertiert im Sinne reiner Personalkostensenkung und Privatisierung
  • Setzung von Impulsen bei kleinen Gemeindesteuern (Verpackung- und Kampfhundesteuer)
  • Ausbau und innovative Neuausrichtung des ÖPNV mit Corporate Design Konzept, Haltestellenausbau, Schülermalaktionen an älteren Haltestellentypen, Umsetzung eines Busbeschleunigungssystems, Realisierung eines ZOB mit dynamischer Fahrgastinformation, Modellversuch Anruflinientaxi
  • Realisierung ökologischer Akzente im Wohnungs- und Liegenschaftsbereich: ökologisches Kultur- und Tagungszentrum; mehrere Nahwärmeversorgungsprojekte im sozialen Wohnungsbau, ökologisches Neubauprojekt im Großfamilien als Nutzergruppe
  • Modernisierung der Stadtwerke mit den Bausteinen: kundenorientierte organisatorische Neuausrichtung. bauliche Modernisierung, neue EDV-Technik, Vorbereitung der Umwandlungin eine GmbH.
  • Krankenhausdezernentin: Vor dem Hintergrund geänderter Rahmenbedingungen durch die Gesundheitsstrukturreform ging es im Schwerpunkt um die Realisierung von Kostensenkungspotentiales und die Aktivierung neuer Einnahmequellen. Engagiert habe ich mich zudem für den Bau eines BHKW's und die Positionierung der Städtischen Kliniken als Gesundheitszentrum.

4. Freiberufliche Tätigkeit

Seit Ende 1999 bin ich freiberuflich tätig (Beratungstätigkeit und Tätigkeit als freie Autorin). Es erschien u.a. die Monographie Die Zukunfts-Blockade. Klimawandel, BSE, Armut, Terrorismus – warum in der Gesellschaft kollektives Vorsorgelernen misslingt, Berlin 2002: Logos Verlag (400 S.). In den letzten Jahren konzentrierte sich meine Publikationstätigkeit auf internationale Wohlfahrtsvergleiche, wobei Bildung, Gesundheit, soziale Dienste und Probleme gesellschaftlicher Ungleichheit im Mittelpunkt stehen. Siehe die Publikationsliste.

5. Sonstiges

Ich verfüge über parteipolitische Erfahrungen, zunächst bei der SPD, später bei Bündnis90/Die Grünen (u.a. als Mitglied der Wirtschaftspolitischen Kommission, 2003/2004). 

Schon seit einigen Jahren gehöre ich jedoch keiner Partei mehr an, sondern bin politisch unabhängig.

Stand: 30.10.2012

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