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"Man kann
einem Menschen nichts lehren,
man kann ihm nur helfen, es in sich selbst zu entdecken."
(Galileo) |
Philosophie
Allgemeines
Vertrauen
Verantwortung
Wissenschaftlichkeit
Partnerschaftlichkeit
Veränderungsbe-
reitschaft
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Copyright Fotos: Cornelia Heintze |
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| Allgemeines
Die philosophischen Wurzeln, denen ich mich verbunden fühlen, reichen zurück bis zur
griechischen Philosophie auf der einen wie der chinesisch-asiatischen Philosophie auf der
anderen Seite. Daraus ergibt sich eine strikt diesseitig und pragmatisch orientierte
Lebensphilosophie entlang der vier großen Lebensfragen, mit denen Immanuel Kant das Feld
der Philosophie umreißt:
Was kann ich wissen?
Was soll ich tun?
Was darf ich hoffen?
Was ist der Mensch?
Die Fragen sind nie abschließend zu beantworten. Der
Mensch ist kein fertiges Wesen. Weder der einzelne konkrete Mensch noch die Menschheit als
Gattung. Sie hat das Potential zum Wachstum und zur Weiterentwicklung genauso wie es die
realistische Gefahr der Regression und des Rückfalls in die Barbarei gibt. Beides besteht
gleichzeitig und im Wettstreit miteinander. Auch der einzelne Mensch egal ob Mann
oder Frau - ist nicht in Beton gegossen. Solange Menschen neugierig, offen und lernfähig
bleiben, können sie fortgesetzt reifen und sich zu selbst- und verantwortungsbewussten
Persönlichkeiten weiterentwickeln. Sie können jedoch auch in kindlichen
Verhaltensmustern, in Mustern der Abwehr, der Unselbständigkeit und des stereotypen
Denkens verharren.
Im Coaching folge ich einer Fünf-Säulen-Philosophie. Vertrauen und Verantwortung bilden das Fundament. Die Qualität des
Prozesses wird durch meine Persönlichkeit bestimmt, die fachübergreifend ganzheitlich
denkt und stets die Frage stellt: Was ist durch empirische Evidenz wissenschaftlich gut
belegt? Was ist reine Glaubenssache? Für den Prozess selbst sind wechselseitige
Wertschätzung, Partnerschaftlichkeit und die Bereitschaft des Klienten zur Veränderung
essentiell. Coaching ist ein sehr individueller Prozess. Die Lösung meiner Klienten muss
zu ihnen passen, nicht zu mir. Als Coach respektiere ich die Unterschiede bei Werten und
kultureller Zugehörigkeit solange sie sich nicht gegen mein humanistisches
Grundverständnis richten. Wo Grenzen überschritten werden, muss ich Aufträge ablehnen.
Die 5. Säule meiner Coaching-Philosophie bezeichnet eine Art von Dialektik, d.h. das
Ozillieren zwischen Gegensätzen und ihre Synthese auf einer höheren Ebene. Da ist die
Dialektik zwischen Bewusstem und Unbewusstem, Verstandesmäßigem und Gefühlen, zwischen
Realismus und dem Schaffen von Raum für Visionen und Kreativität.
Auf einige der angesprochenen Punkte will ich näher eingehen
Vertrauen
Vertrauen ist eine sehr komplexe Emotion, die
nicht nach einem Standardrezept herstellbar ist. Für die Beratungsbeziehung ist Vertrauen
ebenso elementar wie unverzichtbar. Ohne Vertrauen kann es keine ziel- und
lösungsorientierte Interaktion zwischen Coach und Klient geben. Wie kommt Vertrauen
zustande? Allgemein gesagt: durch das Bestehen von Bewährungsproben in einem
wechselseitigen Prozess des Gebens und Nehmens. Der Klient kommt in den Prozess mit
Erfahrungen und Erwartungen. Sie können von Misstrauen geprägt sein. Dem Coach sofort
mit einem Vertrauensvorschuss zu begegnen, ist eher die Ausnahme. Ein stabiles, damit auch
belastungsfähiges Vertrauensverhältnis bedarf der Zeit, um sich entwickeln zu können.
Als Coach muss ich über die Bereitschaft und Fähigkeit verfügen, den Beratungsprozess
und damit auch das eigene Verhalten in diesem Prozess so zu gestalten und inhaltlich
auszufüllen, dass der Klient Vertrauen schöpfen und sich öffnen kann, ohne einen
"Gesichtsverlust" fürchten zu müssen. Aktives Zuhören, Einfühlungsvermögen,
Verlässlichkeit, Transparenz der Methoden sowie strikte Diskretion und Neutralität sind
hierfür wesentliche Voraussetzungen.
Verantwortung
Veränderung erfolgsorientiert gestalten dies ist wesentliche Zielstellung
meiner Arbeit. Ich stütze mich dabei nicht nur auf ein
interdisziplinär-fachübergreifendes Qualifikationsprofil und breite Felderfahrungen,
sondern auch auf Lebenserfahrungen, die das Potential zur Tragödie beinhalteten, von mir
jedoch als Entwicklungschance genutzt werden konnten. Nicht zuletzt deshalb weiß ich um
die hohe Verantwortung eines Coaches gegenüber seinen Klienten. Klar strukturierte
Abläufe, die das Anliegen des Klienten und dessen Persönlichkeit in den Mittelpunkt
rücken, sind die Basis meines Qualitätsanspruches. Es ist für mich unerheblich, ob
Klienten ihre Anliegen negativ als zu behebendes Defizit ( ein bestimmtes Problem, ein schwerer Konflikt, Unsicherheiten im Verhalten..) oder positiv als zu erreichendes Ziel beschreiben (Erweiterung der Kompetenz im einem bestimmten Bereich,
Arbeitsoptimierung, Stärkenausbau, persönliches Wachstum). Wichtig ist: Das Vorgehen muss für die Klienten transparent sein und einen
roten Faden aufweisen. Die Erstellung eines Arbeitsplanes und die Dokumentation
wesentlicher Arbeitsschritte dient diesem Ziel.
Die Wahrnehmung von Verantwortung gebietet es, nicht nur die Möglichkeiten des
Coaching, sondern auch die Grenzen deutlich zu machen. Wo erkennbar ist, dass der
Klient ein für ihn nicht erreichbares Ziel verfolgt, werde ich dies thematisieren. Wo
deutlich wird, dass eine schwere Störung vorliegt, die der therapeutischen Behandlung
bedarf, wäre es erst recht verantwortungslos, einen Als-ob-Prozess durchzuführen.
Notwendig ist hier die Weiterleitung des Klienten in kompetente therapeutische Hände.
Wissenschaftlichkeit und empirische Evidenz
sind wesentlich für die Sicherstellung von Qualität. Beides gehört zusammen, denn
eine Theorie ist nur dann gut, wenn sie Entwicklungen verstehbar macht und für die Praxis
taugt. Viele Theorien von Medizin bis Ökonomie entsprechen diesen Kriterien nicht. Sie
scheitern am Versuch, schlüssige Erklärungen und tragfähige Prognosen zu liefern.
Trotzdem finden sich Heerscharen von Wissenschaftlern, die damit Karriere machen. Mein
Wissenschaftsverständnis ist nicht an der Schönheit von Theorien und der Suche nach
vermeintlich ewigen Wahrheiten interessiert. Entscheidend ist für mich die Frage: Was hat
Erfolg? Was wirkt? Was besitzt Erklärungs- und Prognosekraft? Wissenschaftlich maskierte,
im Kern jedoch interessengeleitete Glaubensbekenntnisse lehne ich ab. Gleiches gilt für
esoterische Methoden; sie entziehen sich der kritischen Reflektion und Nachprüfbarkeit.
Nur mit Methodenpluralismus als Fundament kann ich eine strikt an den Bedürfnissen des
einzelnen Klienten orientierte maßgeschneiderte Prozesssteuerung erreichen. Als Coach
nutze ich daher Instrumente aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen und Schulen.
Partnerschaftlichkeit
Keinesfalls darf der Coach eigene Anliegen in den Beratungsprozess hineintragen.
Wichtig ist mir Partnerschaftlichkeit auf Basis wechselseitigen Respekts. Es ist die
Voraussetzung dafür, dass Lösungswege nicht vom Coach auf den Coachee übergestülpt,
sondern gemeinsam entwickelt werden. Nur das, was der Klient sich letztlich selbst
erschließt und aneignet, hat Bestand. Nur so auch kann seine Persönlichkeit wachsen.
Veränderungsbereitschaft
Wenn zwei Systeme interagieren, das des Coaches
und das des Coachee, hängt der Erfolg nicht nur am System des Coaches, sondern stellt
auch Anforderungen an den Coachee, also den Klienten. Wenn er oder sie nicht bereit ist,
die Dinge auch einmal durch eine andere als die gewohnte Brille zu sehen, wenn er oder sie
Änderung nicht wirklich will, sondern nur Bestätigung für die eigene Sicht der Dinge
sucht und jede Art von kritischem Feedback als feindlich abwehrt, kann Coaching nicht
erfolgreich sein. Unerlässlich als Erfolgsbedingung ist die Lern- und
Veränderungsbereitschaft seitens des Klienten. Dies kann ein heikel Punkt sein, erwarten
doch viele Menschen Veränderung nach der Methode "Wasch mir den Pelz, aber mach
mich nicht naß", stemmen sich also gegen jede Veränderung, die mit ihnen selbst
zu tun hat. Diesen Punkt zu klären, ist eine der Aufgaben des Orientierungs- und
Erstgespräches.
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